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2. Sommerkonzert

Beim zweiten Sommerkonzert werden vier Blockflöten in unterschiedlichsten Bestzungen die Kirche mit Klängen erfüllen. Die studierten Blockflötist*Innen des Ensembles „The Passion of Musick“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Zuhörern die farbenreiche Klangwelt der Blockflöte durch die vielfältigen Epochen der Musik hindurch näher zu bringen. Die Ensemblemitglieder Sabine Richter, Brigitte Knirsch, Erik Kuykendall und Petra Fuchs kommen aus Schwalbach, Darmstadt , Wiesbaden und Usingen.
Zu Beginn erklingen Gagliarden von Carlo Farina, einem einfallsreichen italienischen Komponisten, der unter anderem drei Jahre in Dresden und Bonn tätig war, bevor er wieder in sein Heimatland zurückkehrte. Farina baute gerne Klangeffekte in seine Kompositionen ein, wie etwa Hahnengeschrei und Katzengejaule. Während diese Effekte in seinen Tänzen nicht auftreten, sind sie jedoch im nachfolgenden Stück „La Lusignola“ seines Kollegen Tarquinio Merula unüberhörbar. Seine Musik sprüht vor Lebensfreude, so auch in der „Nachtigall“. Er war ein eigensinniger und streitlustiger Charakter, was sich aber überraschenderweise in seinen Kompositionen nicht niederschlug.
Im Zentrum des Konzerts stehen drei Werke des Hochbarock. Eine Sonate von Johann Christian Schickhardt, ein Concerto von Joseph Bodin de Boismortier und eine Suite Georg Philipp Telemanns. Alle drei geben einen Einblick in den Kompositionsstil dieser Epoche. J.Chr.Schickhardt strebte dem virtuosen italienischen Stil Corellis nach, J.B.de Boismortier komponierte im galanten französischen Stil und in G.Ph.Telemanns Musik finden sich, neben italienischen, französischen und polnischen Einflüssen, einfallsreiche Klangfarben und ungewöhnliche harmonische Effekte.
In der Geschichte der Musikausübung war es üblich, Kompositionen, die für andere Bestzungen geschrieben waren, passend für das eigene Instrumentarium zu arrangieren. In diesem Konzert sind es Sätze von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Max Reger, die ursprünglich für Orgel, Klavier und Chor komponiert wurden. Hier erklingen sie in einer Fassung für tiefes Blockflötenquartett von Tenor- bis Subbassflöte.
Zum spritzigen Abschluss wird der Bogen ins 20.Jahrhundert zu Hans-Joachim Teschner, Jens Barabasch und Helge Oeye geschlagen, in deren Stücken sich jazzige und folkloristische Elemente finden.

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