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Das Gießkannenprinzip


Von Dirk Baas
Hand aufs Herz: Wem kommen beim Lesen der Überschrift dieser Kolumne nicht gleich üble Gedanken? Man denkt fast zwanghaft an die wahllose Verteilung von Ressourcen, an Ungerechtigkeit und Futterneid. Doch darum soll es hier nicht gehen. Ganz im Gegenteil. Um nun aber die scharfe Kurve zu bekommen, muss ich etwas ausholen. Ich bin ein leidenschaftlicher Hobbygärtner, auch wenn die von mir zu bestellende Fläche ums Haus herum nicht viel größer ist als ein Badelaken. Und doch, man kann hier sehr wohl Pflanzexperimente machen, dem Spiel der Natur zuschauen und sich im Lichte des verdienten Erfolges sonnen, wenn die Samen keimen, die Triebe sprießen und die Pflanzen munter gen Himmel wachsen. Doch von nichts kommt nichts, wie meine Oma stets zu sagen pflegte. Stimmt: Die Nachzucht im Garten braucht viel Aufmerksamkeit. Und vor allem Wasser. Nicht viel anders ist das bei unserer kirchlichen Jugendarbeit. Um die muss man sich ebenfalls ausdauernd kümmern, sie unterstützen, ihr Anerkennung zollen - und sie natürlich auch mit Geld fördern. Längst ist unsere Kinder- und Jugendarbeit mehr als nur ein zartes Pflänzchen, liebevoll gehegt von unserer Jugendarbeiterin Nathalie Sachitzki. Aber: Man muss dranbleiben. Wir vom EvF haben deshalb beschlossen, unsere freien Spendengelder in dieses Engagement mit den Mädchen und Jungen zu stecken. Das ist gut angelegtes Geld, das hilft, den Nachwuchs für die Kirche zu interessieren und sie an die Gemeinde zu binden. Wir möchten diese „Pflanze“ wachsen und dicke Früchte tragen sehen. Und wir wollen sie auch immer ordentlich „wässern“. Leisten Sie ihren persönlichen Beitrag dazu, dass unsere Gießkanne immer schön voll Wasser ist. Wer Geld hat, ist ja flüssig - das passt also wieder ins Bild.

Protokoll der Jahreshauptversammlung des Evangelischen Fördervereins Usingen vom 11. April 2019


Beginn: 19.15 Uhr
Ende: 20.15 Uhr

Protokoll: Dirk Baas, 1. Vorsitzender

TOP 1 Begrüßung

Dirk Baas begrüßt die anwesenden Vereinsmitglieder und stellt die ordnungsgemäße Ladung der Versammlung fest. Er begrüßt besonders Herbert Stellbrink, den ehemaligen langjährigen Vereinsvorsitzenden, der aus Usingen weggezogen ist. Dirk Baas erläuterte in dem Zusammenhang, dass Herbert Stellbrink bis zu den Vorstandswahlen im kommenden Jahr als Schriftführer im Amt bleibt und aus der Ferne die Vereinsarbeit nach Kräften unterstützt. Der Vorsitzende bittet die Mitglieder, schon jetzt nach einem oder einer Kandidatin für den Vorstandsposten Ausschau zu halten.
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TOP 2 Auf ein Wort

Pfarrer Hans-Jörg Wahl erinnert an die Gedanken von Jörg Zink, der 1944 als Fahnenflüchtiger ins Gefängnis kam und sich dort intensiv mit der Bibel befasste. Er fühlte sich geborgen im Glauben, war gefasst und hat viel gebetet. Zink entwickelte hier ein tiefes Gottvertrauen. Das fehle heute vielen Menschen, sagte Wahl. Es gebe immer mehr Menschen, die sagen, sie glaubten an Gott, brauchten aber keine Kirche. Doch es gehe eben nicht um Individuen, Glaube lebe nur in der Gruppe weiter, werde nur in der Gruppe reflektiert, falle nicht vom Himmel. Glaube bedeute Gemeinschaft. Es komme auch in Zukunft darauf an, die Gemeinde lebendig zu halten, auch wenn sie wohl kleiner wird.

TOP 3 Jugendarbeit in der Gemeinde

Hans-Jörg Wahl stellt den Ansatz der neuen gemeindlichen Jugendarbeit unter der Anleitung von Nathalie Sachitzki vor. Das ist für die Mitglieder insofern interessant, weil der Vorstand beschlossen hat, freie Spenden bzw. für die Jugendarbeit gegebene Spenden hier zu investieren. Das gemeinsame Projekt mit der Kirchengemeinde Eschbach ist angelaufen, dort gibt es bereits seit längerer Zeit funktionierende Angebote für die Jugendlichen. Nathalie Sachitzki arbeitet sowohl in und für Usingen als auch in Eschbach. Sie hat eine halbe Stelle, was gut passt, weil sie im Sommer ihre Masterarbeit beendet. Die projektorientierte Arbeit ist unter anderem darauf ausgerichtet, Teamer zu begleiten und aus- und weiterzubilden, damit weitere Projekte wie etwa Kinderfreizeiten zu ermöglichen. Hier fehlen jedoch einstweilen noch die passenden Praxisfelder. Nathalie Sachitzki begleitet auch die Ferienspiele in Eschbach und es gibt einen regelmäßigen gemeinsamen Teamtreff für Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 12 Jahren. Hans-Jörg Wahl betont, dass auf dem schwierigen Feld der Jugendarbeit Geduld gefragt ist. Optimal wäre es, man könnte die Stelle später aufstocken, doch wären dafür erhebliche Eigenmittel erforderlich, die auch der Verein nicht allein bereitstellen könne. Er betont, Nathalie Sachitzki mache einen sehr guten Eindruck und sei im Umgang mit den Kindern überaus sensibel und feinfühlig. Ihre Art kommen gut an.

TOP 4 Bericht der Buchhalterin

Karin Sußmann stellt die Kassenlage dar, erläutert Einnahmen und Ausgabenzwecke. Für das Geschäftsjahr 2018 belaufen sich die Einnahmen auf 9.497,20 Euro. Dieser Posten kommt wie folgt zustande: freie Spenden 3.679,55 Euro, für Kirchenmusik 3.708,00 Euro, für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit 60,00 Euro, für Seniorenarbeit 175,00 Euro, für die Kommunikation 100,00 Euro für Gebäude und Orgel 933,00 Euro und für sonstige Zwecke 841,65 Euro.

Dem stehen Ausgaben in Höhe von 9.075,76 Euro gegenüber. Die größten Posten sind die Kirchenmusik (3.600 Euro), die Jugendarbeit (1.200 Euro), der Gemeindebrief (800,00 Euro), der Erhalt Kirche und Orgel (1.600,00 Euro) und die Gottesdienste (792,21 Euro). Damit ergibt sich ein Übertrag von 421,44 Euro für das nächste Geschäftsjahr.


TOP 4 Bericht der Kassenprüfer

Für die Kassenprüfer Bärbel Fingerhut und Peter Heinemann berichtet Peter Heinemann von der erfolgten Prüfung der Buchführung. Man habe sich wie in der Vergangenheit bemüht, etwas Fehlerhaftes zu finden, sei aber wieder gescheitert. Alle Einnahmen und Ausgaben seien sauber belegt und sehr übersichtlich dargestellt worden. Peter Heinemann lobt Karin Sußmanns Kassenführung und dankte ihr für ihren engagierten Einsatz. Dem schloss sich Vorsitzender Baas an.


TOP 5 Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden

Dirk Baas gibt einen Überblick über die Aktivitäten des Vereins im Jahr 2018. Er bedankt sich herzlich bei allen Mitgliedern und Spendern, ohne deren Gaben der Verein gar keine Existenzberechtigung hätte. Und: Ohne die Förderer liefe vieles in der Gemeindearbeit nicht wie in bewährter Weise. Das sei und bleibe so, auch wenn der Verein erstmals erkennbar weniger Einnahmen hatte als in den Jahren davor. Dirk Baas legte die Spendensummen der Jahre ab 2013 vor. Daraus ergibt sich, dass vom Jahr 2016 mit einer hohen Einzelspende abgesehen, immer so rund 12.000 Euro zusammen kamen. Jetzt sind es 9.500 Euro gewesen, was für den kleinen Verein noch immer beachtlich sei.

Hauptgrund für den Rückgang ist das Ausbleiben von Spenden für die Kirchensanierung. Von zuvor 5.800 Euro sanken die Einnahmen auf diesem Feld auf 933 im Jahr 2018. Solche Schwankungen bilden sich dann eben auch in der Bilanz ab. Das gilt aber auch im positiven Sinne, nämlich wenn es etwas zu runden Geburtstagen und Jubiläen größere Einzelspenden gibt.

Erfreulich ist, dass der Mitgliederbestand nahezu stabil ist, trotz Todesfällen oder Wegzügen. Dirk Baas dankt in diesem Zusammenhang besonders Wolfgang Gräb, dessen viele Kontakte des Öfteren zu Eintritten in den Verein führten. Gleichwohl müsse man sich weiter Gedanken machen, wie neue Mitglieder, und da eben auch jüngere, gewonnen werden können.

Der Pfarrgassen-Gucker lief in bewährter Weise weiter, fachlich angeleitet von Pfarrer Hans-Jörg Wahl. Etwa vier Filme pro Jahr werden gezeigt und es trifft sich regelmäßig eine interessierte Cineasten-Runde im Gemeindehaus.

Die Gemeinde-Homepage wird jetzt nicht mehr von Herbert Stellbrink betreut. Hier wurde eine Nachfolgeregelung gefunden: Ulrich Kratz sorgt jetzt für die Aktualisierungen. Zudem gibt es erste Überlegungen, die Homepage inhaltlich und optisch zu verändern, sie zu modernisieren. Eine Arbeitsgruppe soll das vorbereiten. So soll dieses wichtige und bewährte Infoangebot, das gut genutzt wird, auf die Höhe der Zeit gebracht werden. Entscheidungen dazu werden nicht vor dem Herbst fallen, auch weil beim Umstieg auf eine neue Software samt Support sicher Kosten anfallen.

Schließlich erwähnt der Vorsitzende noch den EvF-Newsletter als weiteres Informationsmittel der Vereins. Er geht an über 200 Nutzer, die sich für Angebote der Kirchenmusik interessieren und auf diesem Wege an die Veranstaltungen erinnern lassen. Auch hier muss eine Nachfolgeregelung nach dem Wegzug von Herbert Stellbrink gefunden werden, der die Inhalte generiert und die Verteiler gepflegt hat. Erste Überlegungen gehen dahin, jemanden aus dem Kirchenchor für diese Aufgabe zu interessieren. Das ist naheliegend, weil Affinitäten zur Kirchenmusik bestehen.

Dirk Baas stellt noch die Finanzpläne des Jahres 2019 vor. Hier sind die Spenden wie folgt vorgesehen bzw. zugesagt:

• 3.500 Euro für die Kirchenmusik samt aller Chöre
• 700 Euro Kommunikation und Gemeindebrief
• 500 Euro für Jugend- und Familienarbeit und etwa ehrenamtliche Mitarbeit bei den Konfi-Freizeiten
• 300 Euro Kindergottesdienst, Kleinkinderarbeit und Gemeinde-Zwerge



TOP 6 Entlastung des Vorstandes

Peter Heinemann stellte den Antrag auf Entlastung des Vorstandes. Der wurde einstimmig angenommen.

TOP 7 Anregungen und Verschiedenes

Dirk Baas ruft die Versammlung auf, ihre Ideen zum kreativen Spendensammeln (Fundraising) weiter einzubringen. Und natürlich auch stets die Werbetrommel für die Mitgliedschaft zu rühren. Es sei wie bei der Werbung, es brauche immer mehrere Impulse, damit sich jemand einen Ruck gibt und den Verein unterstützt. Dirk Baas dankt für den Besuch, die fruchtbare Diskussion und wünscht allen einen guten Heimweg.

Usingen, den 7.5.2019 Dirk Bass
(Vorsitzender)

Download Protokoll (300,27 KB)

Überweisungen an die Ev. Kirchengemeinde

  • Februar 2020
    1.500,00 € für die Kirchenmusik, allgemein
    430,00 € für den Kirchenchor
    60,00 € für den Posaunenchor
    700,00 € für den Gemeindebrief
    325,00 € für die Seniorenarbeit
    430,00 € für den Erhalt des Kirchengebäudes und der Orgel.
  • Januar 2020
    1.200,00€ für Kinder, Jugend und Familie.
  • Dezember 2019
    2.500,00 € für die Anschaffung einer Gastro-Spülmaschine
    200,00 € für die Erhaltung des Kirchengebäudes
    250,00 € für die Seniorenarbeit
    900,00 € für die Jugendarbeit von Fr. Sachitzki
  • August 2019
    100,00 € für den Erhalt des Kirchengebäudes
    750,00 € für die Kirchenmusik, allgemein.
  • Juli 2019
    450,00 € für den Erhalt von Gebäuden und Orgel
    450,00 € für die Kirchenmusik, allgemein
    100,00 € für den Erhalt des Kirchengebäudes
  • April 2019
    800,00 € für die Kirchenmusik, allgemein
    240,00 € für den Kirchenchor
  • Februar 2019
    1000,00 € für die Kirchenmusik, allgemein
    700,00 € für den Gemeindebrief
    500,00 € für Jugend und Familie
    300,00 € für den Kindergottesdienst, Kleinkinderarbeit
    190,00 € für den Kirchenchor
    60,00 € für den Posaunenchor
    25,00 € für die Seniorenarbeit
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